23. Mai 2012

Mani Matter mit Zündhölzli statt Gitarre

Es war und ist die Berner Street-Art schlechthin – das von Unbekannten angebrachte «Cut-out*» unseres Liedermachers Mani Matter verbindet Berner Kultur mit urbaner Kunstfertigkeit. Der Osterhase hat dieses Jahr die Version 2.0 mitgebracht.

 
Das ursprüngliche Wandbild von Mani Matter mit Gitarre war so beliebt, dass der Stadtrat Martin Schneider es im Mai letzten Jahres retten wollte. Gut gemeint, aber gar nicht nötig, denn im Gegensatz zur klassischen Malerei ist der witterungsbedingte Zerfall der Werke Teil des Konzeptes. Sie machen nach einer Weile von selbst Platz für Neues.

Zündhölzli statt Gitarre

Der «neue» Mani Matter mit Zündhölzli.
Am Osterwochenende haben (dieselben?) Street-Artisten am Mani-Matter-Stutz denn auch den Nachfolger des Wandbildes angekleistert.

Statt Gitarre zu spielen, hält der ehemalige Berner Troubadour in lässiger Pose ein Zündhölzli in der Hand. Dass er dabei auf einer Kiste Sprengstoff sitzt, mutet vergleichsweise harmlos an, schliesslich löst das brennende Zündhölzli in Matters berühmtem Lied einen Weltkrieg aus. Nur die terror-überreizten Medien erkennen im «neuen» Matter einen militanten Anarchisten :-)

So oder so ist es eine gute Gelegenheit, sich das Lied wieder einmal zu Gemüte zu führen. Start-Taste des YouTube-Videos (siehe unten) drücken und geniessen.

* «Cut-out» oder auch «Paste-up» ist eine Street-Art-Technik, bei welcher ein Bild auf Papier gezeichnet und ausgeschnitten wird. Das fertige Bild wird schliesslich am Zielort angekleistert. Manchmal beziehen die Wandbilder sogar echte Objekte am Zielort mit ein


2 Kommentare:

bugsierer hat gesagt…

schöne geschichte. mani hätte seine freude.

der letzte lnk funzt nicht.

Gwungerhung hat gesagt…

Vielen Dank für die Blumen, den Link habe ich durch einen andern ersetzt.